Das hochschulpolitische KraftWerk Marburgs -- Eine Selbstdarstellung
Die Listen Fachwerk und Fachkraft sind aus der Motivation heraus entstanden, auf der Basis der Erfahrungen von aktiven FachschaftlerInnen konstruktive und unabhängige Hochschulpolitik für alle Studierenden zu machen. Wir haben in dieser Hinsicht bereits viel erreicht und arbeiten weiter: Von Studierenden für Studierende!
Wir verstehen es als unsere zentrale Aufgabe, studentische Interessen innerhalb der hochschulpolitischen Entwicklungen an der Universität, hessen- und bundesweit zu vertreten. Fachkraft und Fachwerk beziehen klare Positionen in der Hochschulpolitik: Wir stehen ein für qualitativ hochwertige Lehre, für den verantwortungsbewussten Umgang mit Forschungsergebnissen und für Demokratie als Grundlage zum Aushandeln unterschiedlicher Interessen. Das heißt aber auch, dass wir von "Blockadepolitik" nicht viel halten.
Die nun stattfindende Wahl ist eine Herausforderung für alle Studierenden. Seit Januar ist das neue Hessische Hochschulgesetz in Kraft, und das hat es in sich. Neben vielen anderen kritikwürdigen Regelungen hat sich Wissenschaftsminister Corts etwas ganz besonderes ausgedacht: die Koppelung der Studierendenschaftsbeiträge an die Wahlbeteiligung. Undemokratischer geht es kaum: finanzielle „Belohnung“ bei Wahlboykott. Wobei sich die erhobenen 8,70 Euro allerdings vernachlässigbar gegenüber dem 50-Euro-Verwaltungskostenbeitrag ausmachen, der direkt in die Landeskasse fließt. Jetzt liegt es an den Marburger Studierenden zu zeigen, dass sie sich nicht manipulieren lassen! Bei den schon stattgefundenen Wahlen in Kassel, Frankfurt und Gießen wurde bisher immer die 25 %-Hürde geknackt (diese ist laut Gesetz die Grundbedingung, dass die Beiträge für die Studierendenschaft nicht gekürzt werden) – ein klares Votum für Semesterticket, Orientierungseinheiten, kostenloser BAföG-, Sozial- und Rechtsberatung. Das schafft Marburg auch, wenn ihr alle mithelft, indem ihr vom 21.-23. Juni zur Wahl geht!
Unsere Ideen und Ideale vertreten wir nun seit 2000 (mit einjähriger Unterbrechung) im Senat und seit 2002 in StuPa und AStA.
Unsere Politik ist...
transparent
Beteiligung an demokratischen Prozessen setzt eine breite Streuung von Sach- & Strukturinformationen voraus. Ein Instrument dazu ist z.B. die von unseren Technik- und OpenSource- Referenten Meik Michalke und Christoph Scheid aufgebaute und betreute AStA-Homepage, ein weiteres z.B. der von uns initiierte Tag der offenen Tür im AStA. Außerdem wurde auf Betreiben von Fachkraft der AStAKoalitionsvertrag veröffentlicht – ein Novum in Marburg!
unabhängig & konstruktiv
Wir handeln aus echtem hochschulpolitischem Interesse – nicht aus parteipolitischem Karrierekalkül. Auch steht bei uns der konstruktive Diskurs, nicht das machtpolitische Spielchen, im Vordergrund. Die Mitglieder von Fachwerk und Fachkraft verzichten auf leere Worte und hohle Polemik und lassen lieber Taten folgen: Alle unsere Mitglieder arbeiten hochschulpolitisch aktiv: Je nach Interesse in den Fachschaften und Fachbereichsräten, Studienausschüssen sowie in anderen universitären Gremien. Die Fachwerker Jonas Knöll und Anne Kempel z.B. sorgen im Ausschuss für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs dafür, dass die neuen Bachelor- und Master- Studiengänge sinnvoll und studierbar gestaltet werden.
fachschaftsnah
die Fachschaften sind die hochschulpolitische Basis der Universität – und müssen daher weiterhin finanziell und infrastrukturell ausreichend gefördert werden. Der Fachschaftenhaushalt der jetzigen AStA-Koalition mit Fachkraft-Beteiligung ist durch unseren Einsatz weiterhin auf höherem Niveau als der der vorigen Koalition – und das bei sinkenden Einnahmen. Unverzichtbar für aktive Fachschaftsarbeit sind Informationen auch über den eigenen Fachbereich hinaus – daher berichten Hanna Tuszynski, stellv. AStA-Vorsitzende und Christian Hof, Fachwerk-Senator, regelmäßig in der Fachschaftenkonferenz und über die AStA-Homepage aus den entsprechenden Gremien.
Das wollen wir:
Studiengebühren verhindern!
Nach wie vor lehnen wir jegliche Form von Studiengebühren mit aller Entschiedenheit ab. Diese Meinung vertreten wir auch im Senat und stellen uns dort klar gegen die Linie von Uni-Präsident Prof. Volker Nienhaus. Unabdingbar ist in diesem Zusammenhang auch eine innerhessische und bundesweite Vernetzung. Daher setzen wir uns auch weiterhin für eine funktionierende Landes-ASten-Konferenz und den studentischen Bundesverband, den fzs (freier zusammenschluß der studentinnenschaften) ein.
Studienstrukturreform mitgestalten!
Mangelnde Durchlässigkeit, Verschulung, „Schmalspurstudium“ – es gibt viele kritikwürdige Punkte im neuen Bachelor/Master- System. Neben einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit dem Thema muss aber vor allem bei der jetzt schon laufenden Umstellung auf das gestufte System für möglichst studierendenfreundliche Lösungen gekämpft werden – genau das geschieht in dem von Fachkraft besetzten Hopo-Referat und den zuständigen Senatsgremien.
Lehramt stärken!
Die Modualisierungswelle rollt auch hier – das Lehramtsstudium befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Reform. Und hier zeigen sich wieder deutlich die schon vorher bekannten Schwächen: Der Stiefkindcharakter des Lehramts an vielen Fachbereichen, mangelnde Koordination der einzelnen Studienordnungen etc. Aber ein Umbau bietet auch immer eine Chance, Dinge besser zu machen - und daran arbeiten unser AStA-Hopo-Referent Martin Gottschalt und unsere weiteren Mitglieder im neu gegründeten Zentrum für Lehrerbildung. Martin ist gemeinsam mit Fachwerker Christian Schlag die Mitarbeit im forum:lehramt (fola) - der fachübergreifenden Lehramts-Fachschaft – besonders wichtig.
Open politix verwirklichen!
Abhängigkeit von Monopolen und beschränkter Zugang zu Informationen sind keine guten Voraussetzungen für ein demokratisches System, aber leider der Routenplan gängiger Politik. Dem steht im Software-Bereich bereits erfolgreich die OpenSource-Bewegung entgegen -- bekanntestes Beispiel hierfür dürfte GNU/Linux sein. Das von Fachkraft mit Christoph Scheid und Meik Michalke besetzte AStA-Referat für Technik und OpenSource- Politik bringt interessierten Studis diese Thematik in Info-Veranstaltungen und Install- Fests näher. Freie Software dient uns dabei als funktionierendes Modell für die freie Informationsgesellschaft von morgen. Praktische Anwendung fand dies auch im ersten "Open- Music-Contest", der im Vorfeld der letzten AStA-Party für Aufmerksamkeit sorgte – sogar über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Ein neues Urheberrecht soll in Zukunft den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur beschneiden – die Fachwerk-Senatsmitglieder Christian Hof und Andreas Müller haben bereits erreicht, dass der Senat diese Urheberechtsnovelle ablehnte. Sie werden sich konsequent für die OpenAccess-Bewegung einsetzen, um den offenen Zugriff auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu sichern.